Olá a todos

Da ist er also, „mein“ Blog inkl. meines ersten Beitrages… sejam bem-vindos.

Mit dem Gedanken endlich einen zu eröffnen spielte ich bereits seit einigen Jahren. Als Impulgsgeber kann dabei ein nettes Gespräch mit meinem Sitznachbarn im Flieger von Portugal nach Deutschland vor zwei oder drei Sommern gelten, ein junger Autor, dessen erstes Werk gerade verlegt worden war, und der mir, nachdem ich nicht wirklich auf seine Frage antworten konnte was ich denn nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium einmal beruflich machen wolle, riet, auf „jeeeeden Fall“ an einem eigenen Blog zu schreiben. Für spätere potenzielle Arbeitgeber – oder einfach nur für mich, um eine Plattform zu besitzen auf der ich meine Gedanken und all die Dinge schreiben und teilen könne, die mich bewegten.

Ich denke gern und erstaunlicherweise immer mal wieder an diesen Herrn zurück, der mir auf diesem zweieinhalbstündigen Flug fast einen kurzen und emotionalen Abriss seines kompletten Lebens gab und mir dabei drei Kästchen voller persönlicher Polaroidbildchen vor das Gesicht hielt. Bilder von sich mit seinen beiden Kindern und seiner Exfrau, zu der er weiterhin ein gutes Verhältnis pflegte und jeden Sonntag mit ihnen frühstücken ging (dafür flog er anscheinend jedes Wochenende nach Portugal), mit seiner neuen alten Freundin, mit der er bereits vor der Heirat seiner Exfrau lange zusammen gewesen war und heute in Deutschland lebte. Ich fragte ihn unbedacht wieso sie sich vor vielen Jahren überhaupt getrennt hätten, eine Frage, die ich einer mir absolut fremden Person niemals einfach so stellen würde, aber er antwortete darauf lediglich: „So spielt das Leben, Sara. Wir waren beide damals zu dumm, um zu verstehen was wir einander wirklich bedeuteten. Sie war Anfang 20, ich Anfang 30. Der eine wollte sich weiter ausprobieren, die Welt bereisen und keinen Gedanken an die Zukunft verschwenden, während der andere sich Sicherheit, Konstanz und Familie wünschte. Also trennten wir uns, sie ging nach Indien und ich lernte meine jetzige Exfrau kennen, wir heirateten und bekamen unsere beiden wundervollen Kinder. Irgendwann nahmen die Dinge ihren Lauf, es kam eins zum anderen, und wir trennten uns nach fünfzehn Jahren glücklicher, jedoch nicht erfüllender Ehe. Ich fand sie später auf Facebook wieder, schrieb sie an und wir verabredeten und verliebten uns neu ineinander. Und hier sind wir nun…“

Seitdem ist mir ein eigener Blog immer mal wieder in den Sinn gekommen, aber es hat sich irgendwie nie der richtige Zeitpunkt ergeben. Bis jetzt: Schreibblockade – mitten in der Abgabephase meiner Bachelorarbeit, von den Praktikabewerbungen der letzten Wochen nur noch unentschlossener, den vielen Möglichkeiten irgendwie erschlagen, vom Leben manchmal gefühlt ein bisschen im Stich gelassen… Könnte ja mal im Internet schauen, wie man einen Blog erstellt und mich stattdessen damit beschäftigen. Scheint gar nicht so einfach… Was mache ich hier überhaupt?

Und hier sitze ich nun, aus einer prokrastinatorischen Laune heraus, mit Laptop und einem Pfefferminztee auf dem Sofa und überlege, über was ich denn eigentlich schreiben soll, jetzt oder in Zukunft. Ob überhaupt… pensamentos. Mal sehen.

Bis dahin höre ich weiterhin passend zu meiner momentanen Situation das hier:

https://open.spotify.com/embed/track/1lIH1c8HUkMxl0g6q05GAL

„Wär da nicht
Der Gedanke an
Da war noch was

Jaja das passt
Ich fang gleich an“

até logo e beijinhos,

Sara

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